Dätwyler unterstützt Kunden weltweit zusätzlich durch den Transfer innovativer O-Ring-Technologie
Fachartikel | November 30, 2022
Durch den Transfer seiner hochmodernen Kaltkanal-Spritzgusstechnologie nach Asien und Nordamerika baut Dätwyler seine globalen Kompetenzen in der Entwicklung und Produktion von O-Ringen weiter aus. Mit dem Aufkommen neuer Mobilitätslösungen war auch eine steigende Nachfrage nach O-Ringen zu verzeichnen. Neue Anwendungen erfordern besondere Aufmerksamkeit, darunter etwa die Wasserstoffspeicherung bei der Brennstoffzellenentwicklung, das Thermomanagement von Batterien und Leistungselektronikkomponenten sowie Dichtungslösungen für Komponenten wie Batterieabdeckungen und Wechselrichtermodule.

Oberflächenbehandlungsverfahren, erhöhte Anforderungen an die Sauberkeit bei der Produktion, Temperaturbeständigkeit und Beständigkeit gegen verschiedene Medien und Umgebungen sind in diesem Zusammenhang wichtige Schwerpunkte. Durch den Technologietransfer an Standorte in China und Nordamerika wird die Zuverlässigkeit der Lieferkette für Kunden von Dätwyler in aller Welt weiter verbessert. So können Serviceleistungen mit kurzen Wegen angeboten werden, was letztlich auch eine Verringerung der Logistikanforderungen und der damit verbundenen CO(sub:2)-Emissionen bewirkt.
Bei O-Ringen steht die lokale Produktion hoch im Kurs, da unsere Kunden insbesondere nach der Pandemie eine hu00f6here Zuverlu00e4ssigkeit der Lieferkette wu00fcnschen. Indem wir unsere Standorte in Asien und Nordamerika mit dieser Technologie ausstatten, ku00f6nnen wir eine sichere Belieferung gewu00e4hrleisten, welche bei Bedarf auch durch Standorte in anderen Lu00e4ndern unterstu00fctzt werden kann. Da der Fachkru00e4ftemangel weiterhin ein Problem darstellt, wird durch den hohen Automatisierungsgrad der Prozesse die Produktion zusu00e4tzlich entlastet. So entstehen qualitativ hochwertige Produkte mit hoher Effizienz und minimalen Abfallmengen.
Head of Sales Americas

Technology transfer of next generation injection molding technology
Beim Spritzgussverfahren gilt es, klar definierte Kavitäten zu befüllen. Durch eine mögliche Vergrösserung der Werkzeuge können mehr Kavitäten und somit mehr Teile pro Zyklus produziert werden. Diese Effizienz wird durch die Kaltkanaltechnologie noch weiter gesteigert. Dabei wird die Temperatur des Kaltkanals so geregelt, dass die Viskosität des Werkstoffs niedrig bleibt, was wiederum die Fertigung von Präzisionsteilen vereinfacht.
Die Kaltkanaltechnologie stellt eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Spritzgussverfahrens dar. Es handelt sich um eine hochgradig automatisierte Alternative zum herkömmlichen Formpressverfahren, bei dem Kavitäten unter hohem manuellem Arbeitsaufwand mit vorgeformtem Material befüllt werden.
Bei Verwendung eines Kaltkanals wird der Werkstoff nicht zentral in die Mitte, sondern in verschiedenen Bereichen des Werkzeugs eingespritzt. Durch die verschiedenen Einspritzpunkte wird eine höhere Präzision erzielt, und die Qualität des Produkts wird verbessert. Dadurch entsteht letztlich auch weniger Abfall. Ausserdem erfolgt die gesamte Konstruktionsarbeit einschliesslich Formen- und Werkzeugbau unternehmensintern. Dadurch sind wir in der Lage, die von unseren Kunden vorgegebenen spezifischen Produkttoleranzen mit minimalen Korrekturvorgängen einzuhalten. Diese Vorgangsweise steht im Einklang mit unserem Bestreben, unsere Kunden weltweit mit herausragenden Leistungen zu beliefern. Überdies stellen wir dadurch sicher, dass die an verschiedenen Fertigungsstandorten hergestellten Komponenten identisch sind und die gleich hohe Qualität aufweisen.
Richard Katona
Autor
These technology transfers are expected to be completed by early 2023.
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